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18.07.2016

Lesend die Welt erschließen

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„Sprachräume – Büchereien für Integration“ heißt eine Kooperation der Evangelischen Kirche im Rheinland mit ausgewählten evangelischen Büchereien, dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM) und der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA). 

Die Büchereien als Orte der Begegnung und des multimedialen Lernens spielen eine zentrale Rolle bei dem Projekt, das jetzt in Bonn gestartet wurde. Rund fünfzig Ehrenamtliche, die durch die Büchereifachstelle der Landeskirche betreut werden, wirken an dem Projekt mit, das sich vor allem an Flüchtlinge richtet. Gleichzeitig aber auch an die Menschen der Aufnahmegesellschaft, Lesepaten und Büchereimitarbeitende, die ihren Teil beitragen möchten.

Oberkirchenrat Klaus Eberl, der den offiziellen Startschuss im Haus der Vielfalt in Bonn gab, betonte besonders die Verbindung von Bildungs- und Migrationsarbeit, die das Projekt schafft. Teilnehmende könnten „lesend die Welt erschließen“. Dabei gehe es nicht nur um das Lernen der deutschen Sprache, sondern auch der Kultur, so Eberl.

Ziel ist es, ein nachhaltiges Konzept für ehrenamtliche Büchereiarbeit zu entwickeln, das zum einen eine Vernetzung mit lokalen Einrichtungen und Akteuren der Flüchtlingsarbeit ermöglicht, zum anderen aber auch auf die Büchereien als Zentrum für sprachliche und kulturelle Förderung, die Sprachkurse ergänzt, aufmerksam machen soll.

Beginn mit Pilotbüchereien

Dazu werden zukünftig in den Pilotbüchereien u.a. spezielle Führungen und Vorlesestunden, aber auch Medien in verschiedenen Sprachen angeboten. Zudem wird es einen Internetarbeitsplatz inklusive Drucker geben, der für Online-Sprachkurse, Recherchen und den Ausdruck von Formularen, wie zum Beispiel Bewerbungen, nutzbar ist. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in Internationalen Cafés zu treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Internetseite mit Informationen zum Thema ist auch in Arbeit.

Das Projekt, das aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kofinanziert wird, läuft bis 2018 mit Pilotbüchereien an den Standorten: Aegidienberg, Bonn, Biskirchen, Bad Sobernheim und Neuss-Erfttal. Die Ergebnisse werden anschließend ausgewertet, um sie dann mit anderen interessierten Büchereien teilen zu können. 

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